Page 3 - KlassikCenter Kassel News Januar - Juni 2019
P. 3

Clair de lune

               Beliebte Orchesterwerke von Massenet, Tschaikowsky, Fauré, ELgar, Debussy,
               Bach, Gluck, Adam, Auber, Suppé, Hérold, Waldteufel

               New Symphony Orchestra of London, Raymond Agoult
               National Philharmonic Orchestra, Douglas Gamley

               Eloquence ELQ4827339, PC: BG (2 CD), VÖ: 19.6.2019, 0028948273393
               Drei Decca-Alben mit beliebten Klassikern der Romantik, komplett für CD remastered
               und erstmals kompiliert.

               „Overtures  in  Spades“  wurde  Anfang  1957  in  der  Londoner  Kingsway  Hall
               aufgenommen und erstmals in den USA von RCA Victor veröffentlicht. Es handelte
               sich  um  eine  Sammlung  von  Ouvertüren,  die  damals  populärer  waren  als  heute:
               Suppés  „Leichte  Kavalerie“  ist  immer  noch  auf  Radio-Playlists  zu  finden,  weniger
               seine Ouvertüren zu „Morgen, Mittag und Nacht in Wien“ oder zu „Pique Dame“, und
               drei glänzende Stücke aus dem 19. Jahrhundert von Adam, Auber und Hérold sind
               heute kaum noch bekannt.
               Neu aufgelegt als „Ouvertüre! Overtüre!“ brauchte das Album weitere 12 Jahre, um in
               den Decca-Katalog aufgenommen zu werden, obwohl die Rezensenten sowohl den
               dynamischen Decca-Sound der Originalaufnahme als auch die saftigen, aufregenden
               Darbietungen  einer  Londoner  Studioband  unter  der  Leitung  von  Raymond  Agoult
               genossen  hatten,  ein  erfahrener,  in  Ungarn  geborener  Dirigent  von  populären  und

               leichten Klassikern.
               Im Jahr 1958 nahmen Agoult und das New Symphony Orchestra eine zweite Platte
               für RCA / Decca auf - „Clair de lune“ mit sanften Andantinos und zarten Adagios -
               von Komponisten wie Debussy, Elgar, Tchaikovsky und Massenet. Beide Alben
               wurden von den Originalbändern neu überarbeitet und auf dieser Eloquence-
               Neuauflage mit einer seltenen LP von Waldteufel-Walzern unter der Leitung eines
               anderen erfahrenen britischen Session-Musikers, dem in Australien geborenen
               Douglas Gamley, gekoppelt. Waldteufels Kunst bestand darin, das lockere Gefühl
               und den nostalgischen Zug des Wiener Walzers mit einem brillanteren französischen
               Orchestrierungsstil zu verbinden. Eine Synthese, die ihn vor allem dem englischen
               Publikum bekannt machte. Diese Sammlung erweitert das Porträt des Komponisten
   1   2   3   4   5   6   7   8